Wie Gott angebetet werden möchte

Aktualisiert: Jan 16



Ich glaube, der Vater sucht Anbeter. Doch wie sehen die wahren Anbeter aus?

In der Gemeinde halten wir Ausschau nach Menschen mit musikalischem Talent, die gut leiten können, den Ton treffen und andere mitreißen. Natürlich gibt es noch viele weitere Kriterien für „guten Lobpreis“: Der schwarze Bühnenhintergrund lässt die Lichter besser zur Geltung kommen, ein bestimmter Dresscode macht schöne Bilder für Insta möglich und die Lieder sollten dem Zielpublikum optimal angepasst sein. Wir geben viel auf das Feedback der Leute, doch wie oft fragen wir eigentlich Gott, ob ihm die Lobpreiszeit gefallen hat?


Im Johannesevangelium lesen wir von einem Gespräch zwischen Jesus und einer Samariterin. Auf ihre Empörung über die Juden, die behaupteten Jerusalem sei der einzig richtige Ort um anzubeten, sagt Jesus:


Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Einen Vers zuvor erklärt er etwas genauer, was das bedeutet. Und zwar handelt es sich bei diesen Anbetern um Menschen, die vom Geist erfüllt sind und die Wahrheit erkannt haben; um Menschen, die sich Kinder Gottes nennen dürfen, weil sie durch Jesus Zugang zum Vater haben. Deshalb sagt Jesus: Aber die Zeit kommt, ja sie ist schon da... ER ist der Schlüssel. Er ist die Wahrheit und der Weg zum Vater. Gott möchte als Papa angebetet werden. Wie wunderschön, dass wir eine innige Beziehung mit ihm haben dürfen!


Die Erfüllung mit dem Geist ist womöglich etwas schwieriger zu verstehen. Dazu springen wir zum Beginn des Gesprächs, wo Jesus der Samariterin eine neue Art von Wasser verspricht. Er sagt: Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zu einer Quelle werden, die unaufhörlich fließt bis ins ewige Leben. In uns entspringt also durch den Geist eine Quelle, die unaufhörlich fließt. Der Prophet Hesekiel bekam bereits hunderte von Jahren vor Jesus eine Vision vom zukünftigen Tempel; einem Tempel, aus dem Wasser fließt, das Heilung bringt. Nur, wer oder was ist dieser Tempel? Der Apostel Paulus gibt uns Aufschluss darüber:


Habt ihr denn vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist? [...] Darum geht mit eurem Körper so um, dass es Gott Ehre macht.

Okay, also WIR sind der Tempel des Geistes. WIR sind der Ort der Anbetung, denn aus UNS fließen Ströme lebendigen Wassers. Wir müssen wieder verstehen, dass Anbetung keine äußere Handlung ist. Es geht nicht um Lieder, Lichter, Leute. Anbetung ist etwas Geistliches, etwas Übernatürliches. Frage dich einmal selbst: Könnte ich immer noch anbeten, selbst wenn da keine Musik wäre? Kein Lobpreisleiter? Habe ich gelernt, die innere Quelle fließen zu lassen? Kommt mein Lob aus dem tiefsten Inneren hervor, weil der Heilige Geist mich bewegt? Denn darum geht es bei der Anbetung, wie sie Gott gefällt.




ZUM TIEFER GEHEN:


- Johannes 4,23-24

- Johannes 14,6

- Johannes 4,14

- Hesekiel 47,1-12

- 1. Korinther 6,19-20

- Johannes 7,38-39



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