Interview mit Simon Bricher



Ich habe Simon Bricher vor über 10 Jahren während meines Studiums kennengelernt. Er ist extrem kreativ, hingegeben und demütig, weshalb ich unbedingt ein paar Schätze aus seinem Lobpreiserleben mit euch teilen will!


Hey Simon! Stell dich doch mal kurz vor! Wie kamst du zum Lobpreisleiten?


Ich bin Lobpreispastor in der Freikirche unlimitedGod in Marktbergel (Landkreis Neustadt Aisch/Bad Windsheim) und Teil des Gründungs- und inzwischen Pastoren-Teams. 2011 hat unser Hauptpastor Rüdiger Schöndorf mit seiner Frau Steffi hier auf dem Land einen ganz neuen Dienst begonnen. Aus dem „Ministry“ ist inzwischen eine Gemeinde entstanden. Ich war von Anfang an dabei und bin für den Lobpreis zuständig. Das Lobpreisleiten habe ich mit etwa 14 Jahren in meiner damaligen Jugendgruppe begonnen. Dort ist auch eine Jugendband entstanden, die in Gottesdiensten und auch mal beim Straßenmusikfestival in Würzburg aufgetreten ist. Schon mein Großvater war Kirchenmusiker. Mein Vater hat Lobpreis geleitet und mein geistlicher Papa, Pastor Rüdiger hat mir gezeigt wie es aussehen kann, wenn ein Lobpreisleiter leidenschaftlich und hingegeben im Gottesdienst anbetet. Ich darf also in einem reichen Erbe gehen.


Wow, ja Leidenschaft und Hingabe sind Grundlagen, dass das Feuer Gottes fallen kann! Was würdest du sagen sind Schlüssel für erweckten Lobpreis?


Erweckter Lobpreis beginnt mit einem erweckten Herzen für Jesus. Ohne eine persönliche Erweckung, wird Lobpreis nicht die Vollmacht erreichen, die sie haben könnte. Die Fragestellung verleitet mich zu einer Aufzählung. Ich werde es mal versuchen: Zuerst braucht es eine klare Bekehrung. Eine Bekehrung zu Jesus, zur Hingabe an seine Kirche und ganz praktisch zu Menschen, denen man bereit ist im Namen Jesu zu folgen und ihnen zu dienen. Wenn Gott ein solches hingegebenes Herz sieht, gibt er Seine Worte in dessen Mund. Dann ist es wichtig mutig zu sein. Das Zweite ist also: „Habe Mut zu deinem Sound!“. Gott erweckt einen ganz individuellen Klang in dir, der durch Glauben entfesselt Berge bewegen kann. Aber du brauchst Mut und Raum, diesen Klang zu entdecken und zu gebrauchen. Der dritte Punkt ist, klein anfangen und groß wachsen. Seinen eigenen Sound zu haben und in einer kleinen Gruppe regelmäßig zu spielen erfordert viel Mut, aber ist so wertvoll! Du kannst ganz natürlich wachsen und bist nicht durch die Größe einer Bühne oder Band im Zugzwang zu liefern. Viertens: Lass nicht davon ab, etwas Neues zu wagen und überwinde immer wieder den Schmerz von Verletzungen.


Verletzungen - da sprichst du einen wichtigen Punkt an, der noch sehr wenig thematisiert wird!


Ja, Musiker und Künstler sind sehr sensible Menschen, die ganz leicht blaue Flecken durch Missverständnisse, Unachtsamkeit oder manchmal einfach durch ihre eigene Hochsensibilität erfahren. Bringt man keine Vergebung und Gnade in diese Situationen, passiert es leicht, Leitern oder anderen Menschen gegenüber bitter zu werden und sich dadurch auch Gott gegenüber zu verschließen. Das führt dazu, dass der eigene Sound an Kraft verliert und der Heilige Geist einen dann nicht mehr gut leiten kann. Mein letzter Punkt ist von Heidi Baker: „If we don’t quit, we win“- durchhalten, dranbleiben, nicht aufgeben und wir werden Erweckung sehen. Erweckung, in der sich mehr als unsere Träume erfüllen werden.


Was ist denn dein Traum für den Lobpreis in Deutschland?