Anbetung ist nicht das Ziel

Aktualisiert: 1. Aug 2019


Photo: David Schnurr

Ich lieeeebe es, Menschen anbeten zu sehen. Wild und frei, ruhig und tief berührt. Wenn ich zusehe, wie sich andere Leute in der Anbetung ihrem Erlöser von ganzem Herzen hingeben, könnte ich vor Rührung heulen. Ich glaube, in diesem Moment spüre ich, wofür ich geschaffen bin. Wozu wir ALLE geschaffen sind. Wir sind geboren um IHN zu kennen. Wir sind geboren um anzubeten. 


Wenn du wie ich auch Lobpreis leitest, hast du viel mit Musik zu tun – und mit Menschen, die du irgendwie dazu bringen möchtest, mit einzusteigen in diese kraftvolle Verehrung in Liedform. Keine Ahnung, wie die Vision in deinem Kopf aussieht, aber du weißt einfach: Da geht noch mehr! Wir sind noch lange nicht angekommen bei dem, was Gott unter uns tun will und wie es aussehen kann, wenn wir ihm unsere Liebe ausschütten. Dann möchte ich dir gleich zu Anfang etwas mitgeben, woran mich der Heilige Geist immer und immer wieder erinnert:


Das Ziel unserer Gottesdienste, unserer Treffen, unseres gemeinsamen Lobpreises ist nicht die Anbetung an sich.

Was bitte? Warum dann der Blog über Anbetung und so? – Gute Frage, ich versuch es mal zu erklären. Ich bin nämlich davon überzeugt: Wie sehr ich mir auch leidenschaftliche und aufrichtige Anbetung wünsche, ich darf mich in dem Moment darauf nicht zu sehr fokussieren. – Und wieso?


Wir dürfen das Mittel nicht zum Ziel machen. Denn sonst mache ich mir als Lobpreisleiter im Lobpreis plötzlich mehr Gedanken um die Menschen und wie sie anbeten, als um IHN, den wir anbeten. Ich kenne das von mir so gut. Ich fange an zu basteln und zu operieren. Ich analysiere mehr als ich realisiere, dass ER jetzt da ist. ER, den wir anbeten, ER, dem wir begegnen wollen. ER, der uns zur wahren Umkehr führt und ER, dessen Gegenwart wir nur einen Hauch spüren müssen, um völlig verwandelt zu werden.


Wenn wir IHN suchen, werden wir IHN finden. Und wenn wir IHN sehen, werden wir anbeten. 

Ja, ich möchte uns alle zu einer echteren und kraftvolleren Anbetung bewegen; ich möchte Lobpreis leiten und andere mitreißen. Aber vor allem möchte ich jederzeit bereit sein, meine Agenda zur Seite zu legen und selbst einfach nur vor Jesus zu kommen. Ihn anzusehen. Ihm meine Liebe zu gestehen. Von ihm begeistert zu sein. Ihm zu danken. Eben eine Anbeterin zu sein. Es ist ein natürliches Prinzip. Ich multipliziere, was ich selbst bin. Und ich führe Menschen am besten in die Gegenwart, die ich auch persönlich für mich erlebe. Alles andere ist einfach nur anstrengend.


ZUM TIEFER GEHEN:


- Psalm 22,23-26

- Psalm 34,2-6

- Matthäus 23,4-5+19+25-26

- Johannes 4,24

- Matthäus 6,7