Poetry: Gnade




Die Gnade hat sich seit dem Kreuz nicht verwandelt.

Sie kommt nicht zu dem, der aus eigner Kraft handelt.

Sie dient nur dem, der sie für sich empfängt,

Demjenigen, der sie einfach annimmt

als Gabe, als unverdientes Geschenk, weil Gott doch alles zum Besten hin lenkt.


Ich freu mich, wenn ich schwach sein kann.

Denn dann fängt die Gnade zu wirken an.

Sie kommt, wenn ich mich demütige.

Wenn ich mich vor ihm erniedrige.

Wenn ich ihn endlich Gott sein lasse, wenn ich mich selbst komplett loslasse, wenn ich vor ihm einfach nur bin als sterblicher Mensch, als göttliches Kind.


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Die Gnade befähigt, die Gnade erledigt, die Gnade ermöglicht. Die Gnade hat das Zeug zur Veränderung in sich.


Die Gnade ist genug, die Gnade tut gut. Die Gnade häuft sich bei dem an,

der nicht ohne den Papa im Himmel sein kann.


Die Gnade entkrampft, die Gnade entspannt, die Gnade hat erkannt, von wem die Kraft am Ende stammt. ----------


Die Gnade lädt keine Lasten auf. Die Gnade lässt keine Möglichkeit aus zu lieben, zu segnen, zu dienen, zu leben

und das hinzukriegen, was unmöglich ist eben.


Die Gnade liegt im „in ihm sein“. Sie lässt das Göttliche in mir gedeihn.