Interview mit Simeon Jansen

Aktualisiert: 27. Sept. 2019



Simeon ist Leiter des Lobpreisbereichs der Schule der Erweckung in Füssen und er trägt eine starke Authentizität und Freiheit im Lobpreis. Ich bin begeistert von seinem Herzen und dem, was ich im Interview so alles erfahren durfte:


Simeon, wie kam es dazu, dass du das machst was du jetzt machst?


Ich hatte immer ein Herz für Lobpreis. Und mit ca. 12 Jahren hab ich gesagt: "Gott, ich will nichts anderes mit Musik machen, als dir die Ehre zu geben." Ich hab dann angefangen Klavier zu spielen. Und immer, wenn bei mir daheim alle aus dem Haus waren – gar nicht so leicht mit 3 Geschwistern – hab ich mich ans Klavier gesetzt und angefangen, meine Seele aus dem Leib zu schreien. Ich hab einfach Gott angebetet, aber es mussten erst alle weg sein, damit ich alles rauslassen konnte. Es waren Jahre über Jahre, wo ich einfach in meinem Zimmer vor Jesus gekommen bin. Einer der krassesten und definierendsten Momente war dann bei einer Konferenz in meiner Gemeinde. Daniel Kolenda hat nach dem Gottesdienst über mich persönlich prophezeit: „Gott ruft dich vom Klavier weg. Er ruft dich nach vorne.“ Ich habe dieses Wort gehasst und dachte nur: Gott, dass kann nicht von dir sein.


Warum? Hast du dich nicht wohlgefühlt im Vordergrund zu stehen?


Ich hab mich einfach hinter dem Klavier versteckt. Das war so mein Ding: Simeon, der Klavierspieler. Ich hab mich damals nie getraut vor Leuten zu singen. Als ich danach ein halbes Jahr mit einem Missionsteam in England war, haben sie mir dort verboten, in der Gemeinde Lobpreis zu machen. Das war eine Zeit, in der ich nicht mehr wusste, wer ich war, weil mir der Lobpreis „weggenommen“ wurde. Aber in diesem halben Jahr ist in mir etwas losgebrochen und ich habe angefangen mein erstes Lied zu schreiben. Als wir nach dem ersten halben Jahr schließlich Lobpreis leiten durften, habe ich zum ersten Mal auch gesungen. Ich habe mich endlich überwunden und gemerkt: Das ist eigentlich das, wofür mein Herz brennt.


Du warst ja später bei der BSSM in Redding, hast du da auch Lobpreis geleitet?


Ich wollte mich eigentlich für die Band dort bewerben, aber ich war wie gelähmt und konnte die Bewerbung einfach nicht abschicken. Im Nachhinein weiß ich: Gott wollte mich im Geheimen bauen. Im Stadtdienst hatten wir eine Art Hauskirche mit fünf bis zehn Leuten. Das war der Ort, wo Gott mich gebaut hat. Der Leiter der Gruppe hat immer gesagt: „Simeon, du kannst leiten wie du willst.“ Ich hab dann mit zwei Akkorden auf der Gitarre angefangen zu leiten und zwar jede Woche, 20-30 Minuten nur prophetisch.


Was meinst du mit prophetisch?


Ich hab einfach gesungen, was Gott gerade in meinem Herzen bewegte. Da war so eine Freiheit da, weil es kein Programm gab, dem ich gerecht werden musste. Ich hab einfach versucht zu singen, was eben rauskommt. Und nach dem ersten Jahr dort hab ich dann intensiv angefangen Lieder zu schreiben. Die ersten Lieder waren auf Englisch und danach bin ich komplett auf Deutsch umgestiegen. Ich wusste, dass ich