Interview mit Salomon Friesen



Heute möchte ich euch Salomon vorstellen. Er ist unglaublich vielseitig, weichherzig und kreativ. Er trägt so viel Weisheit und inspiriert mich mit seiner Gottesbeziehung und Erfahrung im Gemeindekontext total. Was er zum Thema Lobpreis zu sagen hat möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:


Salomon, wer bist du und warum interview ich dich?


Ich bin Salomon, bin 28 Jahre alt und bin im Schwarzwald Zuhause. Crystal Forum ist meine Home Church, wo ich als Lobpreisleiter versuche, alle Lobpreisdienste zusammenzuführen, ein Team aufzubauen, was langfristig, nachhaltig dient mit dem Fokus Jesus im Zentrum zu haben. Beruflich bin ich Wirtschaftsingenieur und arbeite für einen Automobilhersteller. Ach, Single bin ich auch noch - glücklicher Single ;-).


Einen glücklichen Single will man auch lieber kennenlernen als einen unglücklichen :). Jetzt hab ich gleich eine Frage, die tief geht: Was ist dein Traum für den deutschen Lobpreis?


Mein persönlicher Traum für den deutschen Lobpreis ist der, dass deutscher Lobpreis kreiert wird von deutschen Lobpreisern und nicht nur ein Abklatsch ist oder eine Übersetzung von einem englischen Lied, das aus den USA kommt. Sondern, dass wirklich ein eigener deutscher Lobpreis einen eigenen Herzschlag entwickelt. Wo die Menschen hören und sehen: „Hey, da ist etwas in Deutschland geboren, da ist aus Deutschland etwas entstanden, was es so in der anderen Welt nicht gibt.“ Weil ich davon überzeugt bin, dass Gott in Deutschland seine eigene Richtung gibt, einen eigenen „Flavour“, was wir auch geben können. Das ist mein Traum, dass wir anfangen deutsche Musik zu schreiben, die dann so geisterfüllt und so prägend ist, dass dann Amerikaner auf die Idee kommen das mal ins Englische zu übersetzen. Meine Vision für den Lobpreis ist, dass Gemeinden aufstehen, die anfangen zu versorgen, und zwar von innen heraus und nicht von außen.


Schreibst du selbst auch Lieder?


Ja, tatsächlich, im Songwriting habe ich Gott gefunden und dort habe ich auch Lobpreis gefunden. Das ist meine Kommunikationsader mit Gott. Ich bin auch gesegnet wenn ich andere Lieder singe, aber irgendwie habe ich einen großen Schatz und viel Kraft darin gefunden, wenn ich etwas singe, was mich selbst beschäftigt, weil das dann authentischer und ehrlicher Lobpreis ist. Weil es von Herzen kommt. Weil jedes Lied, das geschrieben wird, im Endeffekt die Botschaft des Songwriters trägt, was ihn beschäftigt hat und wozu der Geist Gottes ihn bewegt hat. Aber wenn ich aus eigenem Herzen schreibe, dann ist es mein eigener persönlicher Lobpreis.


Mega schön. Man schreibt dann über den, den man selbst gesehen und erlebt hat und nicht über eine Theorie von Gott. Und wie kultivierst du das in der Gemeinde? Wie macht ihr das mit dem eigene Lieder schreiben?


Was wir gerne machen ist Themen zu nehmen, die die Gemeinde beschäftigen – wir haben sogenannte Themenmonate, wo wir einen Monat nur über Prophetie sprechen, einen über Geistesgaben, einen über den Heiligen Geist – und da weiß man, was die Gemeinde momentan prozessiert. Und das nehme ich gerne auf und schreib dann ein Lied darüber. In den letzten Monaten war mir das Thema „Wiederkunft Jesu“ stark auf dem Herzen. Darüber wird so wenig