Einfach mal ein Lied schreiben: Songwriting Tipps

Aktualisiert: 15. Nov 2019



Vor ca. 10 Jahren besuchte ich ein Songwriting Seminar einer für ihre Lieder sehr bekannten Gemeinde. Die Hauptmessage war:


Just do it – Einfach machen!

Klingt logisch und irgendwie simple oder? Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass ich tatsächlich gleich loslegen und ein Lied schreiben könnte. Mit der Zeit – und viele mehr oder weniger gelungene Versuche später – habe ich herausgefunden, was mir ganz praktisch dabei hilft und Songwriting tatsächlich einfach macht. Hier sind ein paar Tipps für dich:


  1. Singe nur, was du Gott wirklich sagen willst! Keine frommen Phrasen, keine hohlen Worte, die du nicht so meinst. Es liegt Kraft in dem Echten und in der Überzeugung, mit der man etwas singt. Mach dir nicht zu viele Gedanken, was andere denken könnten, sondern fokussiere dich auf deine Beziehung mit Gott.

  2. Bibelverse sind eine tolle Inspiration und das kraftvolle Wort Gottes. Nimm doch einen Vers oder Psalm, der dir viel bedeutet, und singe ihn auf unterschiedliche Arten und Weisen, bis eine Melodie entsteht, die dir gefällt.

  3. Hast du schon einmal „in Sprachen“ gesungen? Du lässt dabei einfach deinen Geist singen, ohne dass es dein Kopf begreifen muss. Dies stärkt deine Connection zu Gott und setzt dich frei das rauszulassen, was er in dir bewirkt, ohne den Druck, dass etwas „intellektuell Sinnvolles“ dabei entstehen muss.

  4. Wirf alle starren Vorstellungen davon, wie ein Lied auszusehen hat über Bord! Warum nicht mal ein Lied schreiben, welches nur aus Versen besteht oder nur zwei Akkorde oder drei Chorusse hat? Übung: Schreibe einen Chorus, der aus einem einzigen Wort oder kurzem Satz besteht. Da gibt es so viele Möglichkeiten!

  5. Mein Tipp für Lieder, die du mit der Gemeinde singen möchtest: Halte den Chorus so simple und eingängig wie möglich, damit alle mühelos einstimmen können. Wie schön ist es außerdem, wenn sie am nächsten Morgen mit diesen Worten im Ohr zur Arbeit fahren. Das ist Anbetung im Alltag!

  6. Frage dich: Was ist der Kern, das Ziel des Lieds? Wenn du eine gewisse Vorstellung davon hast worum es gehen soll, kannst du die Hauptaussage in den Chorus einarbeiten und brainstormen, was dir Gott zu dem Thema zeigt oder was du schon erlebt hast. Das könnte für die Verse oder Bridge helfen.

  7. Wenn dir neue Melodien nicht so leicht fallen, dann starte doch indem du ein bestehendes Lied umdichtest. Das hat mir übrigens auch schon bei diversen Anlässen geholfen. Aus „What a fee—ling, never been so easy“ wurde eben „Unsre O—ma, sie wird heute 80“. Das Leben macht erfinderisch!

  8. Zuletzt will ich dich ermutigen: Sei offen für das Feedback von anderen. Ich weiß, bei eigenen Liedern ist man immer etwas empfindlich, weil es sich anfühlen kann wie Kritik am eigenen Baby. Aber wenn wir wachsen und besser werden wollen ist das extrem hilfreich. Demut bringt uns immer weiter!


Da ist eine endlose Menge an Liedern, die noch geschrieben werden möchten. Alle Ewigkeit wird nicht ausreichen, um Gottes Schönheit zu besingen und ihn zu preisen für seine Liebe und Güte. Schritt für Schritt können wir lernen, das neue Lied unseres Herzens zu ihm zu erheben, an welchem er so viel Wohlgefallen hat. Das wird herrlich, wenn wir’s einfach machen!


ZUM TIEFER GEHEN:


- Psalm 96,1

- Psalm 30,13

- Epheser 5,18-19

- 1. Korinther 14,2

- Sprüche 6,9

- Sprüche 22,4



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