Der Kampf um die Freiheit im Lobpreis



Kennst du das Gefühl? Du stehst in einem gut besuchten Gottesdienst und möchtest gerne anbeten. Aber irgendwie schaffst du es nicht. Du kriegst den Mund kaum auf und fühlst dich zunehmend unwohl. Dein Nebenmann links irritiert dich mit seiner eisernen Miene, die Nachbarin rechts steht etwas zu nah und von hinten fühlst du dich beobachtet. Am liebsten würdest du dich in ein einsames Eck verziehen, um dich endlich auf Jesus konzentrieren zu können.


Wie gut ich diese Situation kenne. Ich weiß, ich bin berufen, in Freiheit anzubeten und Gott alles zu geben. Nichts sollte mich daran hindern. Und es ist wahr: Wenn uns als Kinder Gottes irgendetwas vom Lobpreis abhält, dann sind wir fremdgesteuert. Entweder die Menschen um uns herum diktieren, was wir tun, die „geistliche Atmosphäre“ oder unser Fleisch.


Die intrinsische Natur der Kinder Gottes ist es nämlich eigentlich, Freude an Anbetung zu haben. Freude an Gott zu haben.

Die Frage ist also, bleiben wir Opfer der Umstände oder befreien wir uns daraus und erleben die Freiheit, für die Christus uns befreit hat?


Fakt ist, wir befinden uns in einem Kampf. Natürlich ist nicht der passive Nachbar unser Gegner, sondern das, was sich in der geistlichen Welt gegen Gott stellt. Ja, Jesus hat den Sieg am Kreuz errungen, doch unsere Aufgabe ist es zu lernen, in diesem Sieg zu leben. Denn es gibt einen Feind und er möchte uns die Freiheit rauben. Das kann er allerdings nur, wenn wir ihm die Erlaubnis geben. Im Grunde ist also die Frage, wem wir mehr glauben: Dem Teufel, dem Vater der Lügen, oder Gott, dem Vater des Lichts.


Sagt der Feind also: Was sollen die anderen denken? Sagt Gott: Du bist geliebt.

Sagt der Feind: Du kannst einfach nicht singen. Sagt Gott: Ich liebe deine Stimme. Sagt der Feind: Es ist alles so bedrückend. Sagt Gott: Mit mir kannst du über Mauern springen.


Ich habe mich entschieden, diese Freiheit zu ergreifen, die Jesus uns geschenkt hat. Wenn ich mich im Lobpreis komisch und verklemmt fühle, ist mein Motto: JETZT ERST RECHT! Habe ich Skrupel, meine Hände zu heben, tu ich es ERST RECHT. Will mich irgendeine Schwere am Boden festkleben, dann springe ich ERST RECHT. Warum? Weil ich mich weder vom Feind noch von meinen Gefühlen zurückhalten lassen will.


Außerdem habe ich festgestellt, dass es andere freisetzt, wenn ich selbst frei bin. Sehen sie jemanden leidenschaftlich anbeten, dann haben sie sozusagen die „Erlaubnis“, auch alles zu geben. Wie sehr sich das doch Jeder wünscht und wie wenige bereit sind, den ersten Schritt zu machen. Lass die Menschenfurcht gehen. Lass dich nicht mehr fremdbestimmen.


Du allein bestimmst, ob du anbeten kannst oder nicht.

Das Umfeld ist völlig egal. Frag Paulus und Silas. Die zwei priesen Gott noch als sie in Ketten lagen. Vielleicht sogar dann ERST RECHT. Interessant ist außerdem, dass erwähnt wird, dass die Mitgefangenen zuhörten. Da war keine Menschenfurcht. Da war Freiheit und das Bewusstsein, dass Gott für sie kämpfen würde, wenn sie ihn lobten. Und die Ketten fielen.


ZUM TIEFER GEHEN:


- Galater 5,1+16

- Psalm 18,30

- Apostelgeschichte 16,25ff

- Römer 8,13-16

- Römer 8,31+38-39

- Psalm 139,14



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