Was Jesus über Lobpreis sagt



Es ist schon frustrierend. Da setze ich mich mal hin und durchforste das ganze Neue Testament um zu sehen, was Jesus – der Anfänger und Vollender unseres Glaubens, unser Erlöser, Lehrer und der, dem wir nachfolgen, der uns den Vater zeigte und um den sich alles dreht – über Lobpreis zu sagen hat und finde:


Nichts.

Naja, jedenfalls nichts, was sich auf Lobpreis im Sinne von Lobpreisliedern oder Anbetungsmusik bezieht. Kein Kommentar über Anbetungszeiten und wie er sie sich vorstellt. Kein Hinweis darauf, welchen Stellenwert Musik im Gottesdienst haben sollte oder zumindest die Art und Weise, wie Gott musikalisch angebetet werden möchte. Bis auf die Erwähnung eines gemeinsamen Lieds mit seinen Jüngern nach dem Abendmahl steht nicht einmal etwas darüber da, ob und wie Jesus dem Vater sang.


Es sieht so aus, als ob die musikalische Anbetung für Jesus nicht der zentrale Punkt war bzw. ist. Aus, basta. Der Artikel könnte hier eigentlich enden. Da ich aber mit dem Ergebnis noch nicht ganz zufrieden war, hab ich Jesus schließlich selbst gefragt, was er so über Lobpreis denkt. Ich liebe seine Antwort, die mir sofort in die Gedanken schoss:


Dein Herz singt mir das lauteste Lied.

Ich liebe Jesus! Er sagt nicht, dass wir ihm nicht singen und ihn nicht mit unseren Stimmen preisen sollen. Im Gegenteil - selbst am Lob von Kindern hat er Freude. Aber er macht auch eines deutlich: Wenn wir ihn mit den Lippen anbeten, aber unser Herz entfernt ist, dann wird er den Gesang nicht genießen können. Da kannst du die schönste Stimme der Welt in die Wiege gelegt bekommen haben und es nützt dir nichts. Er steht einfach nicht auf Heuchelei.


Was Jesus von uns möchte ist eigentlich relativ unkompliziert: Ein ungeteiltes Herz.

Dass wir ihn lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit unserem ganzen Verstand. Und unsere Mitmenschen wie uns selbst. Das ist die Priorität und daraus sollte unser Lobpreis fließen. Das ist der Lebensstil der Anbetung. Es bedeutet alles, was ich tue, aus Liebe zu ihm zu tun. Es bedeutet mit oder ohne Musik, die Atmosphäre zu jeder Zeit mit dem lieblichen Klang eines hingegebenen Lebens zu füllen.


Ich will dich ermutigen, Jesus selbst einmal zu fragen, was er so über Lobpreis denkt. Wenn du willst, kannst du das, was du hörst, auch als Kommentar posten. Es wäre spannend zu sehen, was er dir ganz speziell zeigt!


ZUM TIEFER GEHEN:


- Matthäus 26,30

- Matthäus 21,16

- Matthäus 15,7

- Matthäus 22,37

- Psalm 51,12-21

- Römer 12,1-2

- 2. Chronik 16,9